




Erarbeitung der museumspädagogischen Angebote für
das Archäologische Landesmuseum im Paulikloster Brandenburg
Für das Archäologische Landesmuseum im Paulikloster Brandenburg erarbeitet ZEITseeing seit November 2009 mit einem erweiterten Team die museumspädagogischen Angebote und Programme für Kinder, Jugendliche und Erwachsene.
Unsere Aufgabe ist nicht nur eine den unterschiedlichen Altersstufen und Interessen entsprechende Aufbereitung der facharchäologischen Inhalte, sondern weitergehend die Etablierung des Archäologischen Landesmuseums als Partner von Kindertagesstätten, Schulen und weiteren Bildungsinstitutionen. Das Museum als außerschulischer Lernort will Kinder und Jugendliche gezielt an curriculare Bildungsziele und Fachthemen aus einer nichtschulischen Perspektive heranführen. Ohne Leistungsdruck und Schulstress bietet das Landesmuseum damit Schülerinnen und Schülern alternative Lernmöglichkeiten vor dem spannenden Forschungshintergrund des Faches. Neben den chronologisch aufgebauten Angeboten entwickeln wir mit steigendem Alter der Gruppen Programme zu heute relevanten Themen wie gesellschaftliche Entwicklung, Mensch und Umwelt, geschlechtsspezifische Rollenverteilung und Konfliktverhalten, Querschnittsthemen, die über mehrere Epochen verfolgt werden und sich durchweg in den curricularen Anforderungen wieder finden.
Nach der Erfahrung einer Schulgründung 2006 in der Stadt Brandenburg beginnen wir mit der Entwicklung der Führungen und Programme für die Elementar- und Primarstufe:
Grundlage des museumspädagogischen Konzeptes für den Elementarbereich sind die im Juni 2004 beschlossenen Grundsätze elementarer Bildung in Einrichtungen der Kindertagesbetreuung im Land Brandenburg. Die dort genannten Bildungsbereiche umfassen ein breites Spektrum von Bildungslinien, an denen entlang sich die Konstruktion komplexer Welt- und Selbstbilder von Kindern entfaltet. Sie konkretisieren damit zugleich Zugänge zur Welt, die Kinder in unterschiedlichem Maße wählen, um den Ausbau ihrer Welt- und Selbstmodelle voranzutreiben und weisen darauf hin, in welchen Kontexten sich die Themen von Kindern bewegen können. Diese wahr zu nehmen und zu beachten ist für eine moderne Pädagogik unverzichtbar geworden. In den Epochen Alt- und Mittelsteinzeit, Jungsteinzeit, Bronze- und Eisenzeit, Mittelalter sowie zur Arbeit im Museum erarbeiten wir zur Zeit Module für die Kleinen, die sich verständlicherweise auf spielerische Art dem Museum nähern und sich frei in ihm bewegen können sollen. Die Entwicklung erfolgt in enger Kooperation mit Kitafachkräften.
Parallel beginnt die Entwicklung der Module für die Grundschulen (Primarstufe) unter enger Berücksichtigung der Bildungsschwerpunkte, Standards und Inhalte der Brandenburger Primarstufe,die gleichzeitig auch Relevanz für die spätere Evaluierung haben. Getrennt nach den Jahrgangsstufen der Klassen 1-4 und der Klassen 5-6 werden die Module in steter Wechselbeziehung zwischen den Ausstellungs- und Fachinhalten und den Rahmenlehrplänen des Landes entwickelt.
Der Schwerpunkt liegt zunächst auf den Fächern Sachunterricht und Geschichte, umfasst aber auch die Querverbindungen zu den Fächern Geografie, Kunst und LER, in einigen Fällen werden auch naturwissenschaftliche Fächer berührt.
Die Angebote für die Primarstufe werden von Museumspädagogen und Archäologen erarbeitet.